Häufige Probleme und Lösungen bei der Herstellung von Duftkerzen
2026-04-20 18:51Ungleichmäßige Verbrennung (Tunnelbau)

Tunnelbildung tritt auf, wenn eine Kerze nur in der Mitte abbrennt und am Rand eine dicke Schicht unverbrannten Wachses zurückbleibt.
Dadurch wird nicht nur Wachs verschwendet, sondern auch die Brenndauer der Kerze verkürzt und die Duftabgabe verringert, da das unverbrannte Wachs seinen Duft nicht freisetzen kann.
Ursachen
- Der Kerzendocht ist zu klein: Ein zu dünner Docht kann nicht genügend Hitze erzeugen, um die gesamte Wachsoberfläche zu schmelzen, was zu Tunnelbildung führt.
- Zu kurze Brenndauer der Kerze: Brennt eine Kerze beim ersten Mal weniger als 2-3 Stunden, schmilzt das Wachs nicht gleichmäßig.
an der Oberfläche, wodurch ein „Tunnel“ entsteht, der auch bei zukünftigen Bränden bestehen bleibt.
- Schlechte Wachsqualität oder mangelhafte Vermischung: Wachs, das nicht vollständig geschmolzen ist oder Verunreinigungen enthält, kann ungleichmäßig verbrennen.
- Der Kerzenbehälter ist zu eng: Ein enger Behälter behindert die Wärmeverteilung, wodurch das Wachs schlechter gleichmäßig schmilzt.
Lösungen
Wählen Sie die richtige Dochtgröße: Passen Sie die Dochtgröße dem Durchmesser Ihres Kerzenbehälters an. Als Faustregel gilt: Für Behälter mit 5–7,5 cm Durchmesser (2–3 Zoll)
Bei einem Durchmesser von ca. 7,5 cm einen mittleren Docht verwenden; bei ca. 7,5–10 cm einen großen Docht. Bei Bedarf verschiedene Dochtgrößen ausprobieren.
- Beim ersten Gebrauch die Kerze richtig abbrennen lassen: Die Kerze anzünden und brennen lassen, bis das Wachs gleichmäßig über die gesamte Oberfläche geschmolzen ist (2-3 Stunden).
Dadurch entsteht ein „Memory-Ring“, der ein gleichmäßiges Abbrennen bei nachfolgenden Verwendungen gewährleistet.
- Sicherstellen, dass das Wachs vollständig geschmolzen und vermischt ist: Das Wachs langsam bei niedriger Hitze schmelzen lassen und gelegentlich umrühren, um sicherzustellen, dass es glatt und klumpenfrei ist.
Vermeiden Sie Überhitzung, da diese die Brenneigenschaften des Wachses beeinträchtigen kann.
- Verwenden Sie einen größeren Behälter: Wenn die Tunnelbildung anhält, versuchen Sie, einen Behälter mit größerem Durchmesser zu verwenden, um die Wärmeverteilung zu verbessern.
Alternativ können Sie die Seiten des Behälters vorsichtig mit einem Föhn erwärmen, um das nicht verbrannte Wachs zu schmelzen und die Verbrennung fortzusetzen.
Wachsrisse oder -schrumpfung

Das Reißen oder Schrumpfen der Wachsoberfläche ist ein häufiges Problem nach dem Gießen und führt zu einem ungleichmäßigen, unprofessionellen Erscheinungsbild.
Dies kann unmittelbar nach dem Gießen oder während des Aushärtungsprozesses geschehen.
Ursachen
- Wachsgießen bei zu hoher Temperatur: Wenn Wachs zu heiß ist (über 200°F/93°C), kühlt es zu schnell ab, was zu Schrumpfung und Rissbildung führt.
- Schnelle Abkühlung: Wenn die gegossene Kerze an einem kühlen oder zugigen Ort aufgestellt wird, kühlt das Wachs ungleichmäßig ab, was zu Rissen führt.
- Überfüllen der Form oder des Behälters: Wenn Wachs zu voll eingefüllt wird, kann es beim Abkühlen schrumpfen und Lücken oder Risse hinterlassen.
- Verwendung ungeeigneter Wachse und Behälter: Manche Behälter (z. B. kaltes Glas) können dazu führen, dass das Wachs beim Gießen zu schnell abkühlt, was zu Rissen führt.
Lösungen
Wachs bei der richtigen Temperatur gießen: Die meisten Wachse sollten bei 77–85 °C (170–185 °F) gegossen werden. Lassen Sie das Wachs nach dem Schmelzen etwas abkühlen, bevor Sie es gießen, um das Schrumpfen zu verringern.
Die Kerze langsam abkühlen lassen: Stellen Sie die gegossene Kerze an einen warmen, zugfreien Ort, damit sie auf natürliche Weise abkühlen kann. Vermeiden Sie es, sie in den Kühlschrank oder in die Nähe einer Klimaanlage zu stellen.
- Lassen Sie beim Ausgießen einen kleinen Spalt: Füllen Sie die Form oder den Behälter nicht bis zum Rand – lassen Sie einen Spalt von 1/8 Zoll (0,3 cm), um die Schrumpfung des Wachses beim Abkühlen auszugleichen.
- Behälter vorwärmen: Bei Verwendung von Glas- oder Metallbehältern diese vor dem Eingießen des Wachses leicht erwärmen (auf 38–49 °C). Dadurch wird ein schnelles Abkühlen und Reißen verhindert.